Archiv für August 2009

3. Supersprintevent am 29.08.2009 in Grefrath – wieder neue Rekorde!

31.08.09

grefrath2-2009-07-04

Christoph Pawlowski und Reinhold Marsollek stellen drei weitere Deutsche Rekorde auf

Neun persönliche Bestzeiten, sechs Altersklassen-Bahnrekorde und drei Deutsche Altersklassen-Rekorde wurden am 29. August auf der schnellen Betonbahn in Grefrath aufgestellt.

Der böige Gegenwind auf der Zielgeraden verhinderte zunächst, dass Christoph und Reinhold beim 100 m- und 300 m-Sprint weitere deutsche Bestzeiten unterboten. Reinhold, unseren 55-jährigen Ultra-Marathon-Spezialisten trennten bei der kürzeren Strecke mit 11,64 Sekunden gerade einmal fünf Hundertstel Sekunde von dem 2008 von Rudolf Stühler in Bayreuth aufgestellten Rekord. Im Training war er auch schon deutlich schneller…

Beim 200 m-Sprint dann stimmte alles: Bereits im ersten Lauf stellte Christoph mit 19,93 Sekunden seinen früheren Deutschen Rekord der AK 30 ein und verbesserte sich beim 2. Versuch auf 19,80 Sekunden. Somit unterbot er die Rekordzeit von Christian Schmitz (Fun-Skater Krefeld), aufgestellt am 09.08.2008 um eine (!) Hundertstel Sekunde.
Reinholds Augustaufenthalt in Bjugn, wo er im Winter zusammen mit Christoph an der Eisschnellauf-Masters-WM teilnahm, zahlte sich ebenfalls aus: Er erwischte bei beiden 200 m-Läufen in der Kurve die Ideallinie und unterbot in der AK 50 mit jeweils 20,92 Sekunden die alte Bestzeit von Ralf Malzkorn (RSC Aachen) aus dem Jahre 2007 gleich um 0,66 Sekunden.

Ein richtiger „Kracher“ gelang dann beim abschließenden Rekordversuch über 1000m in der AK 50. Zunächst startete Valeri Vorobev mit Ralf Malzkorn (RSC Aachen), um ihn als Pacemaker an 1 min : 44,37 sek, die Rekordzeit von Roman Laubhan aus dem Jahre 2008 heranzuführen. 1 min : 45,20 sek hieß es dann am Ende, ein taktisches Missgeschick verhinderte, dass Ralf wenigstens für kurze Zeit den Rekord hätte für sich verbuchen können. Schade! Erfreulich bei allem aber war, dass auch Valeri mit 1 min : 45,10 s eine persönliche Bestzeit und den Bahnrekord für die AK 40 einfuhr.

Christoph als Pacemaker und Reinhold arbeiteten hingegen fehlerlos zusammen. Bereits als Reinhold nach 600 Metern aus Christoph´s Windschatten trat und zum langen Zielsprint ansetzte, bahnte sich die Sensation an: Trotz des anstrengenden Vorprogramms unterbot er mit 1 min 38,51 sek die alte deutsche Bestzeit um 5,86 sek, ein Quantensprung!
Christoph gelang es, trotz knochenharter Vorarbeit, in Reinholds Windschatten zu bleiben. Seine Zeit von 1 min : 38,60 sek bedeutete immerhin persönliche Bestzeit und Bahnrekord der AK 30 über 1000m.

Die kurzen Distanzen auf Inlinern wurden erst durch das verwandte Eisschnelllauftraining im Winter zu Paradestrecken der Beiden. Reinhold hält inzwischen „auf der Rolle“ die Deutschen AK50 – Rekorde über 200 m, 300 m, 1000 m und 1500 m. Es könnte sein, dass es ihm 2010 gelingt auch über 100 m, 2000 m, 3000 m und 5000 m ähnliche Akzente zu setzen wie bei den 1000 m. Im Training gelang ihm das schon öfter. Zunächst stehen aber die Masters-WM im Eisschnelllauf im Februar 2010 in Italien auf dem Plan. Die Eisschnelllauf-Saison begann bereits am 01.September…


 

Eissportzentrum Grefrath        
400m-Betonbahn            
Startzeit: 10:20    18°C        
               
Ergebnisliste            
               
100m-Einzeln            
Name Vorname   AK Verein 1. Lauf 2. Lauf  
Malzkorn Ralf m AK50 RSCA 12,31 12,31  
Marsollek Reinhold m AK50 BoSS 05 11,83 11,64  
Mayer Thomas m AK30 CST 12,56 12,25 PB
Morgiel Margit w AK40 BoSS 05 13,57 13,79 PB/AKBR
Pawlowski Christoph m AK30 BoSS 05 11,02 11,03  
Vorobev Daniela w Jug BoSS 05 13,30 13,15 AKBR
Vorobev Christian m SchA BoSS 05 14,20 14,16  
               
200m-Einzeln            
Name Vorname   AK Verein 1. Lauf 2. Lauf  
Marsollek Reinhold m AK50 BoSS 05 20.92 20.92 PB/iDAKR
Mayer Thomas m AK30 CST 23,33 22,90  
Morgiel Margit w AK40 BoSS 05 25,56    
Pawlowski Christoph m AK30 BoSS 05 19,93 19,80 PB/iDAKR
Vorobev Daniela w Jug BoSS 05 23,92 24,00*  
Vorobev Christian m SchA BoSS 05 25,55 25,54  
               
300m-Einzeln            
Name Vorname   AK Verein 1. Lauf    
Malzkorn Ralf m AK50 RSCA 32,02    
Marsollek Reinhold m AK50 BoSS 05 29,75    
Mayer Thomas m AK30 CST 33,12    
Morgiel Margit w AK40 BoSS 05 36,13    
Vorobev Daniela w Jug BoSS 05 35,01    
Vorobev Christian m SchA BoSS 05 37,43    
               
500m-Einzeln            
Name Vorname   AK Verein 1. Lauf    
Malzkorn Ralf m AK50 RSCA 52,43    
Mayer Thomas m AK30 CST 54,95   PB
Pawlowski Christoph m AK30 BoSS 05 46,45    
Vorobev Daniela w Jug BoSS 05 57,14   PB/AKBR
Vorobev Christian m SchA BoSS 05 1:00,38   PB
               
1.000m-Rekordversuche        
1. Lauf              
Name Vorname   AK Verein      
Malzkorn Ralf m AK50 RSCA 1:45,20   PB
Vorobev Valeri m AK40 BoSS 05 1:45,10*   PB/AKBR
2. Lauf              
Name Vorname   AK Verein      
Marsollek Reinhold m AK50 BoSS 05 1:38,51   PB/iDAKR
Pawlowski Christoph m AK30 BoSS 05 1:38,60*   PB/AKBR
               
*manuelle Zeitmessung          
AKBR – Altersklassenbahnrekord      
iDAKR – inoffizieller Deutscher Altersklassenrekord    
PB – persönliche Bestzeit        

Trainingsrennen am 26.08.2009 in Grefrath

27.08.09

grefrath4-2009-07-04

Eissportzentrum Grefrath        
400m-Betonbahn            
Startzeit: 19:00 24°C        
               
Ergebnisliste            
               
100m-Einzeln            
Name Vorname   AK Verein 1. Lauf 2. Lauf  
Malzkorn Ralf m AK50 RSCA 12,53 12,60  
Marsollek Reinhold m AK50 BoSS 05 11,67 11,69  
Morgiel Margit w AK40 BoSS 05 13,80 13,74  
Pawlowski Christoph m AK30 BoSS 05 11,17 11,95  
Vorobev Daniela w Jug BoSS 05 13,24 13,27  
Vorobev Christian m SchA BoSS 05 13,48 13,73 PB/iAKBR
               
200m-Einzeln            
Name Vorname   AK Verein 1. Lauf 2. Lauf  
Marsollek Reinhold m AK50 BoSS 05 21,28    
Vorobev Daniela w Jug BoSS 05 24,33 24,51  
Vorobev Christian m SchA BoSS 05 25,70 26,08  
               
300m-Einzeln            
Name Vorname   AK Verein 1. Lauf    
Malzkorn Ralf m AK50 RSCA 31,60    
Marsollek Reinhold m AK50 BoSS 05 29,69    
Morgiel Margit w AK40 BoSS 05 36,44    
Pawlowski Christoph m AK30 BoSS 05 28,40    
Vorobev Daniela w Jug BoSS 05 35,10    
Vorobev Christian m SchA BoSS 05 37,39    
               
iAKBR – inoffizieller Altersklassenbahnrekord    
PB – persönliche Bestzeit        

Inspirert av Fosen

21.08.09

Fosna-Folket / Freitag, 7. August 2009
Von Kim Roger Asphaug

Fosna-Folket-2009-08-07

Artikelübersetzung

Inspiriert von Fosen
Fosen – Halbinsel nördlich von Trondheim, wo im Febr./März 2009 in der Fosenhalle von Bjugn/Botngård die Masters-WM im Eisschnelllauf stattfand (Anm.Übers.)

Bildlegende 1: In Voller Fahrt: Reinhold Marsollek auf der Speedskatingbahn in Botngård.
Bildlegende 2: Gibt ein Buch heraus: Reinhold schrieb ein Buch über seine Radtour von Oslo nach Kirkenes.

Der energische Deutsche ist ein vielfach ausgezeichneter Inline-Speedskater, und er war unter anderen der Weltschnellste in seiner Altersklasse. Im Februar nahm Reinhold teil an der Masters-WM im Eisschnelllauf in Botngård, was auch seine erste Reise in den Ort war. Der Besuch hat auf den 55-jährigen offenbar einen Eindruck hinterlassen, denn nicht lange danach wünschte er, sein Sommertraining hierher zu verlegen. Das war selbstverständlich in Ordnung und somit hat der Austrainierte die letzte Zeit längs der Wege in Bjugn verbracht.

Herrlich
- Bjugn und Fosen sind eine fantastische Stelle. Ich trainierte viel längs der Landstraßen um die Jøssundkirche herum, da legte ich viele Marathon-Distanzen zurück. Das Streckenprofil ist gut, mit Hügeln und wenig Verkehr. Und die Aussicht ist herrlich, erzählt Reinhold. Er lernte auch sowohl die Fosenhalle wie auch die Inlinerbahn kennen, welche eine sehr schnelle Betonunterlage haben (die Halle).
Reinhold lebt in Bochum, wo er unter anderem als Sportlehrer arbeitet. Die Trainingsmöglichkeiten dort sind o.k., aber alles braucht viel mehr Zeit wegen der Abstände und des großen Verkehrsaufkommens. Auf der achtzig Kilometer entfernten Eisschnelllaufbahn zu trainieren kann zwei Stunden Anreisezeit bedeuten. Er lobt deswegen die Zugangsmöglichkeiten in der Nähe von Bjugn. Es war auch ausgezeichnet während der Masters-WM im Eisschnelllaufen im Winter, die er als professionell und sozial beschreibt. Da er 15 Sprachen spricht, endete er dort schließlich auch als Russischdolmetscher.

Das Fahrrad
Außerhalb des Trainings vergingen die Tage mit dem Genießen der norwegischen Natur.
- Ich bekomme nicht genug von der Natur hier. Ich angle viel, und pflücke Beeren. Ich stehe früh im Morgengrauen auf, um ins Freie zu kommen, setzt Reinhold fort. Die norwegische Natur ist übrigens nichts Neues für ihn. Im Jahre 2006 radelte er allein 300 Meilen (skandinavische Meilen = 3000 km) von Oslo bis Kirkenes, im Laufe von 18 Tagen. Das soll heißen, fast alle Etappen radelte er nachts.
- In der Nacht gibt es weniger Verkehr und man kann die Eindrücke besser verarbeiten. Hat man Glück, so sieht man auch viele Tiere. Und die Mitternachtssonne ist phantastisch. Es gibt in Norwegen ein Gedicht, das heißt „Wir sollten nicht schlafen während der Sommernacht“. Ich könnte es nicht besser ausdrücken, sagt Reinhold. Es ist geplant, ein Buch über die Tour in Deutsch im September herauszugeben. Dieses wird auch viele gute Tipps enthalten und zum individuellen Training motivieren.

Heute
Reinhold mag es, sich fit zu halten und das tut er am besten auf Inline-Speedskates. Auf vielerlei Weise ähnelt der Sport dem Radfahren.
- Ich persönlich mag lange Läufe mit vielen Hügeln. Ich bin meine eigene Kraft auf dem Wege, das ist eine phantastische Empfindung. Es geht um Zusammenarbeit und Taktik, auch das ähnelt dem Radsport. Aber auf den Inlineskates haben wir keine Gangschaltung, nur die Beine, setzt der Deutsche fort. Reinhold ist ohne Zweifel ein enthusiastischer Sportsmann und er hofft etwas, Andere damit anzustecken. Ob dies auch auf Inlineskates geschieht, ist übrigens unwichtig.
- Sport und Trimmen geben mir so viel. Ich bin guter Laune, fühle mich fit und bin niemals krank. In der freien Natur zu trainieren ist selbstverständlich besonders schön. Zugleich ist es spannend, sich selber herauszufordern. Alle sollten sich fit halten, aber das sollte nach jedermanns eigenen Prämissen geschehen. Jedermann sollte herausfinden, was er mag, sagt Reinhold. Er unterstreicht, dass man sich nicht zu viel auf einmal auflastet. Das Beste ist, langsam zu starten und lieber jedes Mal die Trainingsmenge und -ntensität zu steigern. Persönlich trainiert er übrigens meistens bei niedriger Intensität, bei der das normale Tempo niedrig sein muss.
- Es geht darum, in Gang zu kommen und einen gleichmäßigen Trainingsrhythmus zu erreichen. Der schlechteste Tag, ein besserer Mensch werden zu wollen, ist morgen. Alles, was du ausrichten willst, muss heute beginnen! Training und Trimmen sind so positiv für vieles in unseren Leben. Deswegen hoffe ich, dass so viele wie möglich sich entschließen, etwas Zeit hierfür zu investieren. Das wird es garantiert wert sein, schließt Reinhold Marsollek.