
BoSS 05-Mannschaft holt bei der DM der Masters im Eisschnelllauf einmal Gold, dreimal Silber und einmal Bronze.
Pawlowski und Marsollek fliegen im Februar zur Masters-WM nach Bjugn bei Trondheim/Norwegen.
Wie im Sommer so auch im Winter machen die Mitglieder des Bochumer Speed Skating 05 e.V. durch ihre Sportarten bedingt überall in Deutschland und auch im europäischen Ausland auf Ihre Stadt im Pott aufmerksam. Am Wochenende hätte man bei den Deutschen Meisterschaften der Masters während der vielen Starts, vor allem aber bei der Siegerehrung am Sonntag das Gefühl haben können, Bochum wäre die neue Hochburg des deutschen Eisschnelllaufes.
Die konsequente Vorbereitung durch Cheftrainer Valeri Vorobev trug schon vor einer Woche Früchte, als die Bochumer die Vereinsmeisterschaften des niederländischen Eisschnelllaufvereines RSNL, mit dem sie ebenfalls in Grefrath eine große Trainingsgemeinschaft bilden, dominierten und Rolf Schröder zur gleichen Zeit Südwestdeutscher Meister im Vierkampf der AK 45 in Frankfurt wurde.
Die „Bosse“ begannen sehr konsequent, ihre Stärken zu nutzen. Margit Morgiel gewann mit Bronze der AK 45 erstes Edelmetall für die Mannschaft und war beim abschließenden 3000m-Lauf erfreut über den Erfolg. Zudem unterbot sie über 1500m auch noch ihre persönliche Bestzeit um gleich 3 Sekunden. Vizeweltmeister Christoph Pawlowski legte bei den 500m eine Zeit vor die andeutete, dass keiner seiner Konkurrenten ihm den ersten Deutschen Meistertitel auch nur annähernd wird streitig machen können. Auch über 1500m markierte er eine neue persönliche Freiluftbestzeit. “Ganz nebenbei“ unterbot er in der Angangszeit auf dieser Distanz auch noch seine eigene 300m Bestzeit um gleich 3 Zehntel!
Die Bochumer Marathonspeedskater wachen zum Schrecken der Konkurrenz gewöhnlich erst bei längeren Strecken auf und zehren dann von ihrer Ausdauer. Valeri Vorobev konnte sechs Wochen lang nur eingeschränkt trainieren und landete beim Sprint der AK 40 zunächst auf Platz 4. Er rückte nach den 1500m auf den 3. Platz vor und lag nach den 1000m und vor den abschließenden 3000 m dann auf dem sicheren 2. Platz. Zwar kam er durch den spannenden Zweikampf mit Christoph, den er knapp gewann, noch etwas an den in seiner eigenen Altersklasse führenden Jens-Peter Kroll vom Berliner TSC heran, ganz für den Gesamtsieg reichte es aber nicht mehr.
Neuzugang Ralf Malzkorn, der in der AK 50 schon zweimal auf Rollen den Ruhrmarathon gewann, erreichte auf dem für ihn noch ungewohnten Eis ebenfalls den zweiten Rang.
Reinhold Marsollek, Dritter der starken AK 50 Konkurrenz des Jahres 2008, erhoffte sich angesichts der starken Meldungen seiner AK 55 trotzdem eine Bronzemedaille. Eine Sturzverletzung außerhalb des Eisovals vor 3 Wochen zwang ihn aber zu einer achttägigen Trainingspause. Groß war dann die Überraschung, als er nach den 500 m bis auf die Hundertstel Sekunde genau gleichauf mit Roman Laubhahn, einem früheren sowjetischen Spitzeneisschnellläufer vom MER Mannheim auf Platz 1 lag. Zwar verlor Marsollek bei den anschließenden 1500m über 3s auf den Langstreckenspezialisten, die Silbermedaille ließ er sich aber nicht mehr wegnehmen und baute bei den 3000m seinen Vorsprung auf den Dritten, Josef Neumeier vom Münchener MEV um über 23 s aus.
Für Rolf Schröder, den Südwestdeutschen Meister der AK 45 der „Bosse“ reichte es dieses Mal nur für Platz 5. Angesichts des überwältigenden Erfolges seiner Mannschaft konnte er dies aber tapfer ertragen…
Für eine Woche bildeten BoSS 05 und zwei Sportler des Skate-Club Celle in Grefrath eine fruchtbare Trainingsgemeinschaft:
Olaf Herrmann, früherer sowjetischer Spitzeneisschnellläufer, wurde Deutscher Vierkampfmeister der AK 45. Thomas Rumpf, ehemaliger deutscher Meister im Inliner-Doppelmarathon und wie Morgiel, Marsollek und Pawlowski im Sommer Mitglieder des Masters-Nationalkaders (Inlinespeedskating), belegte Platz 4 der AK 45.
Zwar werden alle „Eisvögel“ von BoSS 05 in der laufenden Saison noch Wettkämpfe auf dem Eis bestreiten, für Christoph Pawlowski und Reinhold Marsollek beginnt jetzt aber eine besonders intensive Vorbereitungszeit, da sie die Farben Deutschlands bei Masters-WM im Eisschnelllauf in Bjugn/Norwegen Ende Februar vertreten dürfen. Rechtsanwalt Pawlowski und der Norwegenkenner, Sport- und Russischlehrer an der Rudolf Steiner Schule Bochum, bekamen dafür Sonderurlaub.
Reinhold Marsollek
Bilder:

Margit Morgiel beim 1000m-Lauf

Christoph Pawlowski beim 500m-Lauf

Rolf Schröder beim 3000m-Lauf

Ralf Malzkorn am Start des 3000m-Laufes

Reinhold Marsollek beim 3000m-Lauf

Thomas Runpf (Skate-Team Celle) beim 500m-Lauf

Olaf Herrmann (Skate-Team Celle) beim 500m-Lauf

Valeri Vorobev beim 3000m-Lauf
Weitere Bilder von ht-skate.de und Stützpunkt Grefrath



