Reinhold Marsollek siegt überlegen in der AK50.
Christian und Daniela Vorobev belegen jeweils Platz 2 (SchülerB) und 3 (Jugend).
An Fronleichnam versammelten sich 100 Eliteskater aller Altersklassen aus NRW, um am 200-m-Oval unweit der Bayer-Arena, um die NRW-Bahnmeisterschaften im Dreikampf des Speedskating auszutragen.

Bild: Reinhold beim 300m-Lauf (Start)
Reinhold Marsollek von BoSS 05, der vor wenigen Tagen auf der Großbahn in Grefrath nach Blitzstart im Alleingang den deutschen Rekord über 1500m in der AK50 um fast 4 Sekunden unterbot, wollte sich, wie im Vorjahr, den Titel sichern. Zunächst sah alles nach einem glatten Durchgang aus: Obwohl der Bochumer in den engen Kurven patzte, reichte es zu einem überlegenen Sieg im 300m-Einzelsprint. Durch einen gravierenden Fehler des Schiedsrichterteams, die AK60 beim 1500m-Lauf zugleich mit der AK50 zum Massenstart antreten zu lassen, wurde Marsollek um einen klaren Sieg gebracht. Als der Bochumer eine halbe Runde vor Schluss an dritter Position liegend auf der Außenbahn angriff und an seinen Konkurrenten förmlich vorbeiflog, wurde er durch einen überrundeten Sportler der AK60 stark behindert, musste bremsen und rechts, fast bis zur Rasenkante ausweichen. Ralf Malzkorn aus Aachen, im 300m-Sprint von Marsollek geschlagen, kam dadurch doch noch knapp vor ihm ins Ziel.

Bild: Reinhold und Ralf beim 5000m-Rennen
Nachdem das Schiedsrichterteam zwar die Fehlentscheidung einräumte, sich aber nicht entschließen konnte, dem Wunsch des Bochumers zu entsprechen und das Rennen ohne die AK 60 wiederholen zu lassen, sollte das 5000m-Rennen über den Meistertitel im Dreikampf entscheiden. Trotz einer Portion Wut im Bauch hochkonzentriert, dominierte Marsollek das letzte Rennen. Das Tempo forcierend gelang dem Eisschnellläufer etwa 3500m vor dem Ziel bereits der dritte Versuch, sich von den Konkurrenten abzusetzen. Obwohl Jens Kaehne(TSV Bayer 04), Christian Heise (LC Solbad Ravensburg) und Ralf Malzkorn (RSC Aachen) zunächst gemeinsam versuchten, an den Bochumer heranzukommen, vergrößerte dieser beständig seinen Abstand, sodass das Trio Gefahr lief, vom beherzt fahrenden “Boss” überrundet zu werden. Hätte Marsollek zwei Runden vor Schluss - seine Konkurrenten bereits vor Augen - nicht das Tempo herausgenommen, so wären auch die Zweit- und Drittplatzierten, Malzkorn und Heise, wie die anderen Konkurrenten, von ihm überrundet worden.
Die NRW-Bahnmeisterschaft war entschieden.
Vielleicht ein gutes Omen für den Rhein-Ruhrmarathon in Duisburg am 01.06. wo die deutschen Meisterschaften der Speedskater im Marathon entschieden werden und zugleich die Nationalkader-Qualifikation für die Weltmeisterschaft der Masters in Zürich am 22. Juni läuft.
Den Erfolg von BoSS 05 komplettierte in der Schülerklasse B Christian Vorobev mit einem zweiten Platz und seine ältere Schwester Daniela mit Platz drei in der Jugendklasse.

Bild: Daniela am Start des 1000m-Rennens

Bild: Laura, Lena, Daniela und Franziska beim 3000m-Punkterennen
Die BoSS-e durften sich auch über die Erfolge ihrer Trainingskameraden Benedict und Catherina Immich, die für den SSC Kölner Roll-Möpse 98 e.V. starteten, so wie Sabrina Brunner und Christopher Peltzer von EC-Grefrath freuen:
Benedict zeigte bis zum letzten Meter seinen Kampfgeist und belegte den 6. Gesamtplatz bei der männlichen Jugend;
Catherina belegte nach ihrer Glanzleistung beim 5000m-Punkterennen - Drittplatzierung im Aktiven+JuniorenA-Damen-Rennen mit 7 Punkten nach Eva Düsterhaus und Karolina Kierzkowski - den 2. Gesamtplatz der Juniorinnen A;
Sabrina kämpfte mutig auch wie Benedict bis zum letzten Meter und belegte den 5. Rang in der Jugendklasse;
Christopher dominierte auf allen Distanzen der männlichen Jugend und wurde verdient Landesmeister in seiner Altersklasse, hier zeigte er sein eisschnellläuferisches Talent, das von den Trainern des Eisschnelllaufclubs Grefrath “entdeckt” und gefördert wurde, um so mehr ist es völlig unverständlich, warum er im Rahmen der DESG-DRIV-Kooperation unter dem Vereinsnamen VfR Büttgen 1912 e.V. - Speedskater Düsseldorf bei dieser Landesmeisterschaft geführt wurde, denn auf Landesebene alle Eisschnellläufer unter den Namen ihrer Eisschnelllaufvereine starten dürfen, damit sie ihre Vereine, so zu sagen, marketingtechnisch unterstützen können…

Bild: Catherina und Karolina beim 5000m-Punkterennen

Bild: Christopher (mittig) bei der Siegerehrung

Archivbild 2007: Sabrina Brunner und Marc Otter beim Leichtathletiktest