Pawlowski gewinnt Silbermedaille bei 17th International Masters Games in Erfurt.

Vom 28.02. bis zum 01.03.2008 fanden in Erfurt die 17th International Masters Games im Eisschnelllaufen statt, bei denen in diesem Jahr die Entscheidungen für die inoffiziellen Weltmeisterschaften. 207 Starter aus 12 Nationen hatten sich für diesen Wettkampf gemeldet. Unter Ihnen Christoph Pawlowski und Rolf Schröder vom BoSS 05 e.V. Trainer Valeri Vorobev und Reinhold Marsollek hatten leider keinen Startplatz mehr bekommen.

Bei den Masters Games galt es in den verschiedenen Altersklassen im Vierkampf zu bestehen. Rolf und Christoph hatten den kleinen Vierkampf, also die Distanzen 500, 1500, 3000 und 5000m zu absolvieren. Die Veranstaltung begann mit einem Empfang im Rathaus und der offiziellen Auslosung der Startplätze. Am Folgetag stand dann die Distanz über 500m auf dem Programm. Christoph Pawlowski konnte leider an seine Erfolgsserie der vergangenen Wettkämpfe nicht ganz anknüpfen und blieb mit 43,61 Sekunden über seiner persönlichen Bestmarke und deutlich unter seinen Möglichkeiten. Rolf Schröder konnte mit 53,44 Sekunden dagegen wieder einen neuen persönlichen Rekord aufstellen und freute sich über seinen Erfolg auf dem Eis.

Rolf beim 3000m LaufDie Distanzen 1500 und 3000m waren am Samstag zu bestreiten. Hier konnte Christoph endlich einmal zeigen, was in ihm steckt. Trotz extremer Nervosität in einem solch wichtigen Wettkampf schaffte er über 1500m das Unglaubliche: Mit 2.08,92 Minuten blieb er nicht nur unter seinem selbst gesteckten Traumziel von 2.10 sondern knapp 9 Sekunden unter seiner bisherigen persönlichen Bestleistung. Auch Rolf konnte sich erheblich verbessern und erreichte in 2.38,50 das Ziel. Um mehr als 4 Sekunden hatte er hiermit seine eigene Bestmarke verbessert! Ebenso fielen bei den 3000m wieder alle persönlichen Bestzeiten, wenngleich beide Sportler zugeben mussten, dass ein wenig mehr auch noch drin gewesen wäre. Dennoch. Christoph schaffte die 3000m in 4.42,96 Minuten und war damit 10 Sekunden schneller als bisher. Rolf benötigte 5.34,08 Minuten und war damit um unglaubliche 25 Sekunden schneller als zuvor und das, obwohl er seinen Kräften nicht ganz getraut und die schnellste Rundenzeit erst in der Schlussrunde erreicht hatte.

Christoph beim 5000m StartNach diesen 3 Distanzen erfolgte die Auslosung für die 5000m, die organisatorisch in der Teilnehmerzahl begrenzt werden mussten. Aufgrund der extrem hohen Leistungsdichte und der übermächtigen internationalen Konkurrenz schaffte Rolf den Einzug in den finalen 5000m Lauf nicht. Dennoch war er aufgrund seiner eigenen tollen Verbesserung sehr zufrieden und stolz, teilgenommen zu haben.

Christoph konnte dagegen ins Finale einziehen. Zu diesem Zeitpunkt bereits klar, dass ein Kampf um Platz 1 nicht mehr in Betracht kam. Ssein Konkurrent, der Niederländer Jan-Willem Molleman war ihm als Spitzenläufer in den Niederlanden durchaus deutlich überlegen. Trotzdem steckte Christoph seine Ziele hoch. Eine Zeit von etwa 8 Minuten auf die Distanz von 5000m wollte er erreichen. Netterweise erklärte sich Jürgen Walthes (ECG) bereit Christoph zu coachen und sprach mit ihm den Rennverlauf durch. Nach erfolgtem Start konnte Christoph die benötigten Rundenzeiten zunächst nicht ganz halten. Im Laufe der 13 Runden konnte er jedoch seine Zähigkeit ausspielen und wieder ein wenig Zeit herausfahren. Obwohl die Beine brannten mobilisierte Christoph in der Schlussrunde noch einmal alle Kräfte und erreichte in einer Zeit von 8.02,98 Minuten das Ziel. Für Christoph ein Traumergebnis, welches noch dadurch versüßt wurde, dass er seinen starken Konkurrenten noch auf der Zielgeraden im Blick hatte. Nur 6 Sekunden Rückstand – Für Christoph ein unfassbar gutes Ergebnis.

Das bedeutete Silber! Und das bei der inoffiziellen Weltmeisterschaft der Senioren auf dem Eis. Ein Traumergebnis! Überhaupt war dieser Wettkampf für beide Sportler der absolute Höhepunkt der Saison. Alles war absolut professionell organisiert und das Eis in der Erfurter Halle natürlich ein Traum. Diese Veranstaltung hatte beiden das unbeschreibliche Gefühl vermittelt, bei einer wirklichen Weltmeisterschaft im Spitzensport – wenngleich im Seniorenbereich - dabei gewesen zu sein. Wir danken den Veranstaltern für dieses unvergessliche Erlebnis!

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